Das FAST-Programm des XP Deus II Metalldetektor bietet gegenüber anderen Einstellungen mehrere spezifische Vorteile, die es besonders effektiv für anspruchsvolle Suchbedingungen machen:

Hohe Reaktivität und Trennschärfe: Der Hauptvorteil liegt in der hohen Reaktionsgeschwindigkeit (Recovery Speed). Dies ist an Orten entscheidend, die stark mit Eisen verschmutzt sind, wie beispielsweise römische oder mittelalterliche Fundstätten. Das Programm ermöglicht es, wertvolle Ziele präzise zu identifizieren, selbst wenn diese dicht neben Eisennägeln liegen.

Detaillierte Zielinformationen: Das Programm liefert dem Sondengänger eine sehr gute Rückmeldung über die Beschaffenheit des Fundes. Es hilft dabei zu unterscheiden, ob ein Objekt tief oder flach im Boden liegt und ob es groß oder klein ist.

Einzigartige Audio-Eigenschaften: Das FAST-Programm nutzt standardmäßig einen Pitch-Ton in Kombination mit einem Square-Ton, was zu einem charakteristischen, fast „flötenartigen“ Klang führt. Alternativ kann für einen roheren Sound auf PWM-Audio umgestellt werden. Ein besonderes Merkmal in diesem Modus ist die Threshold-Funktion (Schwellenwert), mit der ein kontinuierlicher Hintergrundton eingestellt werden kann.

Enorme Tiefenleistung bei Anpassung: Obwohl es auf Geschwindigkeit ausgelegt ist, kann das Programm durch gezielte Anpassungen sehr tief „durchgreifen“. Wenn man die Reaktivität senkt und die Sensitivität erhöht, erreicht das FAST-Programm eine beachtliche Tiefe, was besonders bei der Suche nach alten Objekten auf tiefem Weideland nützlich ist.

Stabilität: Selbst bei hohen Sensitivitätswerten (z. B. 97) und niedriger Reaktivität bleibt das Programm im Betrieb stabil.

Verglichen mit dem XP Deus I entspricht das FAST-Programm am ehesten dem dortigen Pitch-Programm.

Wann sollte ich die Reaktivität im FAST-Programm senken?

Sie sollten die Reaktivität im FAST-Programm primär dann senken, wenn Sie eine maximale Tiefenleistung erzielen möchten und die Bodenbedingungen dies zulassen.

Hier sind die spezifischen Situationen, in denen eine Senkung der Reaktivität empfohlen wird:

Geringe Eisenverschmutzung: Während das FAST-Programm normalerweise für eisenverseuchte Orte (wie römische oder mittelalterliche Stätten) mit hoher Reaktivität konzipiert ist, können Sie die Reaktivität senken, wenn auf dem Feld nur sehr wenig Eisen vorhanden ist.

Fehlende Mineralisierung: Wenn der Boden keine Mineralisierung aufweist, ermöglicht eine niedrigere Reaktivität (z. B. ein Wert von 2 oder 2,5 anstatt 3), das volle Potenzial des Detektors auszuschöpfen.

Suche nach tiefen Objekten: Durch das Senken der Reaktivität bei gleichzeitiger Erhöhung der Sensitivität (z. B. auf 95 oder 97) erhält das Programm deutlich mehr „Punch“ und kann tief liegende Ziele erreichen, die sonst nur sehr schwach zu hören wären. Dies ist besonders auf tiefem Weideland nützlich, wo alte Objekte oft tief im Boden verborgen sind.

Erreichen von Grenztiefen: In Praxistests konnte durch das Absenken der Reaktivität von 3 auf 2,5 oder 2 ein Tiefengewinn von etwa ca. 5–6 cm erzielt werden, wodurch beispielsweise eine Kupfermünze in einer Tiefe von ca. 25 cm sicher detektiert werden konnte.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Nutzen Sie eine hohe Reaktivität für eine bessere Trennschärfe bei viel Schrott, aber senken Sie die Reaktivität auf „sauberen“ Flächen, um die Reichweite in die Tiefe massiv zu steigern.

Wie wirkt sich Bodenmineralisierung auf die Reaktivität aus?

Die Bodenmineralisierung hat einen direkten Einfluss darauf, wie aggressiv Sie die Reaktivität einstellen können, um die maximale Leistung aus dem Detektor herauszuholen. Laut den Quellen ergeben sich folgende Zusammenhänge:

Niedrige oder fehlende Mineralisierung: Wenn auf einem Feld absolut keine Mineralisierung vorliegt, bietet dies die Möglichkeit, die Reaktivität zu senken (beispielsweise von 3 auf 2). Dies verleiht dem Gerät mehr „Punch“ (Tiefenleistung), da man die Einstellungen des Programms weiter „öffnen“ kann, um tiefere Ziele zu erreichen.
Anpassung an Bodenveränderungen: Die Quellen betonen, dass die Wahl der Reaktivität immer von den tagesaktuellen Bedingungen abhängt. Faktoren wie Regen können die Bodenbeschaffenheit so verändern, dass die zuvor gewählten Einstellungen angepasst werden müssen, um eine stabile und effektive Suche zu gewährleisten.
Zusammenspiel mit Eisenverschmutzung: Während eine hohe Reaktivität bei starker Eisenverschmutzung (z. B. auf römischen Fundstätten) entscheidend für die Trennschärfe ist, ist es bei **sauberen, nicht mineralisierten Böden** effizienter, die Reaktivität zu Gunsten der Tiefe zu reduzieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Je geringer die Bodenmineralisierung ist, desto eher können Sie die **Reaktivität verringern**, um die Tiefenleistung des FAST-Programms massiv zu steigern, während das Gerät dennoch stabil läuft.

Welche Vorteile bietet die Kombination aus Sensitivität 97 und Reaktivität 2?

Die Kombination aus einer hohen Sensitivität von 97 und einer niedrigen Reaktivität von 2 bietet im FAST-Programm vor allem zwei entscheidende Vorteile, sofern die Bodenbedingungen dies zulassen:

Massive Steigerung der Tiefenleistung („Punch“): Durch das Senken der Reaktivität bei gleichzeitiger Erhöhung der Sensitivität erhält der Detektor deutlich mehr Energie, um tiefer in den Boden einzudringen. In Praxistests führte diese Anpassung (von Reaktivität 3 auf 2) zu einem Tiefengewinn von etwa 5–6 cm. Dies ermöglicht es, selbst tiefe Ziele wie eine Kupfermünze in einer Tiefe von 25 cm sicher zu erfassen.

Hohe Stabilität: Trotz der sehr hohen Sensitivitätseinstellung von 97 läuft das FAST-Programm bei einer Reaktivität von 2 weiterhin ruhig und stabil.

Wann ist diese Kombination sinnvoll?
Diese „offene“ Einstellung empfiehlt sich besonders dann, wenn das Gelände kaum Eisenverschmutzung aufweist und der Boden keine Mineralisierung besitzt. In solchen Fällen kann man die Reaktivität zugunsten der Tiefe opfern, was ideal für die Suche nach tief liegenden, alten Objekten auf Flächen wie Weideland ist.

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